Alufolie aus dem Haushalt verbannen

Alufolie aus dem Haushalt verbannen
(11.01.2011) — Kampagnen-Arbeitsheft
In fast jedem Haushalt ist sie zu finden...

und aufgrund ihrer vielen praktischen Eigenschaften wird sie gern genutzt - die Alufolie. Mit ihr lassen sich Pausenbrote einwickeln, Schüsseln mit Essensresten abdecken, beim Grillen schützt sie Folienkartoffeln, Fisch und Gemüse vor dem Verkohlen. Sie passt sich flexibel jeder Form an, ist geschmacksneutral, hält Feuchtigkeit fern und lässt aromadicht verpacken.

Viele gute Eigenschaften also. Und deshalb eine rundum gute Sache? Leider nicht. Für die Umwelt ist die Herstellung von Alufolie problematisch. Der Rohstoff für die Aluminiumherstellung ist Bauxit. Große Lagerstätten davon gibt es im Amazonasregenwald in Brasilien. Um an die Vorkommen zu gelangen, wird der Regenwald großflächig abgeholzt. Zudem ist die Aluminiumgewinnung extrem energieintensiv. Deshalb werden Wasserkraftwerke gebaut. Damit aber werden riesige Flächen in den aufgestauten Fluten ertränkt und indigene Völker von ihrem Land vertrieben - mit oft geringer Überlebenschance.

Bei der Herstellung fallen pro Tonne Aluminium 1,5 Tonnen Rotschlamm an, der als Abfall deponiert werden muss. Gleichzeitig entstehen zum Teil hochgiftige Gase und die energieintensive Herstellung von Alufolie sorgt für einen erheblichen Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids. Die zur Herstellung für eine Tonne Aluminium benötigte Energie ist vergleichbar mit dem, was ein Durchschnittshaushalt in unserem Land innerhalb von etwa drei bis vier Jahren an Energie verbraucht.

Aluminium wird damit zu einem wertvollen Rohstoff. Zu wertvoll für kurzlebige Einsätze. Daher sollten Sie die Verwendung von Alufolie wo es geht vermeiden und beim Einkaufen möglichst auf Einwegpackungen aus Aluminium sowie Alufolie verzichten. Fast immer lässt sich im Haushalt eine gute Alternative finden. So machen sich etwa langlebige und immer wieder nutzbare Frischhalte- und Gefrierdosen schnell bezahlt. Es gibt Mehrweg-Grillschalen, und Joghurt ist auch im Mehrwegglas statt im Plastikbecher mit Aludeckel erhältlich. Getränkedosen mit Aludeckel sollten sowieso tabu sein.
Und bei baulichen Maßnahmen verlangt die EKM in ihren ökologischen Grundsätzen, Aluminium, wenn überhaupt, sparsamst einzusetzen.

Weitere Informationen zur Aluminium-Herstellung finden Sie unter www.umweltlexikon-online.de

Foto kfm / pixelio